Rückblick: Cyber-Sicherheitsgipfel in Wiesbaden

von Svenja Koch

Der Hessische Cybersicherheitsgipfel widmete sich im vierten Jahr seines Bestehens ganz der Digitalisierung in den Kommunen und den damit verbundenen Sicherheitsfragen.

Die Digitalisierung der Prozesse und Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, die in den nächsten Jahren flächendeckend in Deutschland stattfinden wird, birgt das Versprechen einer effizienteren und bürgerfreundlicheren Verwaltung. Gleichzeitig gehen damit aber auch verstärkt Sorgen um die IT-Sicherheit und des Datenschutzes einher.

Manfred Klein, Chefredakteur eGovernment Computing, hat zu diesem Thema auf dem Cybersicherheitsgipfel zur Podiumsdiskussion geladen: Fünf Vertreter der Wirtschaft sollten darlegen, wie die Privatwirtschaft die öffentliche Verwaltung bei der Herstellung eines adäquaten Sicherheitsniveaus unterstützen kann. Anselm Rohrer, Geschäftsführer der Allgeier CORE, hat hierbei das Plädoyer für mehr Awareness des hessischen Innenministers aufgegriffen und die These aufgestellt, dass mangelnde Awareness aktuell das größte Risiko darstellt, gleichzeitig aber im Vergleich zu technischen Maßnahmen kaum in Awareness investiert wird. Die Reaktion des Publikums gab ihm Recht: Der Großteil der anderthalbstündigen Podiumsdiskussion drehte sich darum, wie man Zielgruppen festlegt, den Sensibilisierungsbedarf identifiziert, die Führungskräfte abholt, einen Kanal zu den Anwendern aufbaut und für eine nachhaltige Awareness sorgt.

Das Fazit: Eine nachhaltige Mitarbeitersensibilisierung als wesentliche Säule der IT-Sicherheit wird also eine dauerhafte Herausforderung für die hessischen Gemeinden, Städte und Landkreise sein, um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zu einem Erfolg werden zu lassen.

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